Brauchtum

 

Allgemein:

Fenchel - ein altes Heilkraut von den Küsten des Mittelmeeres.
Im Mittelalter wurde er von den Imkern dazu benutzt, die Bienen im Stock zu halten.

 

 

Deutschland (speziell Lüneburger Heideimker):

Bannkörbe sind Bienenkörbe mit aus Holz geschnitzten und bemalten Schreckmasken oder Ganzfiguren und wurden zur Abwehr von Dämonen 
und gegen den bösen Blick aufgestellt, worin man früher die Ursache von Krankheiten sah. (Auszug aus: Gerät der Korbimker in der Lüneburger Heide)

Die Immen soll man an "Gertrudatag" (17. März) aufstellen und nicht vorher. Der Stock wird zuvor mit Dreifaltigkeitswasser besprengt; auf das Bodenbrett legt man gerade vor das Flugloch Dreikönigssalz.

 

 

Großbritannien:

In Großbritannien wird beim Tod des Bienenhalters 3 Mal mit dem Hausschlüssel auf die Beute geklopft, und anschließend werden den Honigbienen die Einzelheiten des Todes geschildert. Schließlich wird ein schwarzes Tuch, im Sinne der Trauerbekundung, über die Beute gestülpt. Es wird gesagt, dass bei Versäumnis dieses Rituals die trauernden Bienen aus ihrem Nest fliegen oder in der Beute ihrem Herrn in den Tod folgen würden.

Auch muss in Großbritannien die Heirat der Tochter des Bienenhalters den Honigbienen mitgeteilt werden. Hierbei muss der Name des Bräutigams vorgestellt werden, weil die Honigbienen sonst aus Wut unwillkürlich Menschen stechen würden.